Large Language Models

Large Language Models (LLMs) sind große maschinelle Lernmodelle, die auf riesigen Textmengen trainiert wurden. Sie können natürliche Sprache verstehen, generieren und verarbeiten. Bekannte Beispiele s...

Large Language Models, kurz LLMs, sind sehr grosse Sprachmodelle, die mit enormen Textmengen aus dem Internet, Buechern und anderen Quellen trainiert wurden. Sie koennen geschriebene Sprache erstaunlich gut verstehen, fortsetzen, zusammenfassen, uebersetzen oder neu erzeugen. Bekannte Vertreter sind GPT von OpenAI, Claude von Anthropic, Gemini von Google oder die offen verfuegbaren Modelle der Llama- und Mistral-Familie.

Technisch beruhen LLMs auf neuronalen Netzen mit Milliarden von Parametern, die waehrend des Trainings lernen, das jeweils naechste Wort in einem Text moeglichst treffend vorherzusagen. Aus diesem scheinbar simplen Prinzip entstehen Faehigkeiten wie das Beantworten von Fragen, das Verfassen von E-Mails, das Erklaeren komplexer Sachverhalte oder das Schreiben von Programmcode. Moderne LLMs werden zusaetzlich mit menschlichem Feedback verfeinert, damit ihre Antworten hilfreicher und sicherer werden. Verfuegbar sind sie ueber Chat-Oberflaechen wie ChatGPT, ueber Schnittstellen (APIs) fuer eigene Anwendungen oder als lokal installierbare Open-Source-Varianten.

Fuer kleine und mittlere Unternehmen sind LLMs derzeit die praktisch sichtbarste Form von Kuenstlicher Intelligenz. Sie helfen beim Verfassen von Angeboten, beim Beantworten von Kundenanfragen, beim Zusammenfassen langer Dokumente, beim Recherchieren oder beim Erstellen von Texten fuer Webseite, Newsletter und soziale Medien. Auch in der Verwaltung lassen sich Routinearbeiten beschleunigen, etwa das Auswerten von Protokollen oder das Erstellen von Stellenausschreibungen. Wer Kundendaten verarbeitet, sollte allerdings auf Datenschutz achten und pruefen, ob das genutzte Modell in der EU gehostet wird oder ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag vorliegt.

Die Chancen liegen in spuerbarer Zeitersparnis und niedrigerer Einstiegshuerde, da keine eigene KI-Entwicklung noetig ist. Grenzen zeigen sich darin, dass LLMs Fakten erfinden koennen (sogenannte Halluzinationen) und keine echte Garantie fuer Richtigkeit geben. Eine menschliche Kontrolle der Ergebnisse bleibt deshalb unverzichtbar.

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